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18. Januar 2017

Stadt – Klima – Wandel

18. Januar 2017

Energetische Stadtsanierung auf Quartiersebene – wichtiger denn je!
Es besteht kein Zweifel: Der Klimawandel stellt eine unserer größten globalen Herausforderungen dar. Und genauso klar ist: Maßnahmen, um den Klimawandel aufzuhalten, fangen auf Gebäude- bzw. Quartiersebene an. Rund 40 Prozent der Endenergie werden in Deutschland im Gebäudebereich verbraucht. Dessen Anteil an den CO2-Kohlendioxid-Emissionen beträgt ungefähr 20 Prozent. 75 Prozent des Gebäudebestandes wurden vor 1979 mit aus heutiger Sicht oft schlechter energetischer Qualität errichtet.
Das im Jahr 2011 initiierte KfW-Programm Energetische Stadtsanierung (Programmnummer 432) erweitert den energetischen Sanierungsprozess vom Einzelgebäude hin zum Quartier, in dem es Lösungen aufzeigt, wie die Energieeffizienz vor Ort gesteigert werden kann. Gefördert werden quartiersbezogene energetische Konzepte von Städten und Gemeinden sowie ein Sanierungsmanagement, dass das Thema Energieeffizienz und Energieeinsparung auch bei den privaten Eigentümern und Mietern ankommen lässt. Darüber hinaus liefert das Programm Anregungen, derartige klimaschutzrelevante Maßnahmenpakete in Kombination mit städtebaulichen Sanierungsgebieten zu initiieren. Mittlerweile wurden von der KfW-Bank mehr als 600 Quartierskonzepte und über 100 Sanierungsmanagements gefördert, z.B. in der Stadt Fellbach nahe Stuttgart.

Dr. Frank Friesecke hierzu: „In Fellbach-Schmiden läuft die energetische Stadtsanierung erfolgreich, da die Städtebauförderung das KfW-Programm ergänzt. Schmiden ist ein förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet. Jeder private Eigentümer erhält 25 Prozent seiner Sanierungskosten über die Städtebauförderung. Und die 75 Prozent, die noch übrig bleiben, können Eigentümer im Sanierungsgebiet steuerlich erhöht abschreiben. Gekoppelt mit dem energetischen Konzept und Sanierungsmanagement können wir aber auch mit niedrigschwelligen, kostenlosen Beratungsangeboten auf die Eigentümer zugehen. Ein Erfolgsfaktor bei uns ist, mithilfe einer für den Eigentümer kostenfreien „Energetischen Gebäudeerhebung“ das einzelne Gebäude wirklich in seinen Potenzialen zu erkennen und den Eigentümern Hinweise zu geben, was er oder sie machen kann und wie teuer die einzelnen Maßnahmen sind. Städtebauförderung und KfW-Programm kommen auch über das Thema „Gestaltung“ zusammen. Es ist wichtig, den Eigentümern zu zeigen, welche guten Beispiele es in Fellbach schon gibt oder wie zum Beispiel Fassaden auch von innen gedämmt werden können. Insofern haben wir hier eine sehr sinnvolle Verknüpfung gesehen.“

Vgl. zur energetischen Stadtsanierung auch: http://www.energetische-stadtsanierung.info/ und ttps://www.steg.de/leistungen/energie-und-klimaschutz/energetische-stadtsanierung-kfw-432.html